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Lahmheit beim Pferd
Wenn das Pferd sein Bewegungsapparat, die Beine, nicht vollkommen belasten oder bewegen kann, wird von der so genannten Lahmheit gesprochen. Die Lahmheit wird von dem Pferd schmerzhaft empfunden, in vielen Fällen humpelt das Tier daher. Falls das Pferd nun über einen längeren Zeitraum humpelt und „lahmt“, müssen unbedingt Maßnahmen getroffen und der Tierarzt eingeschaltet werden.
Woran kann die Lahmheit des Pferdes erkannt werden?
Ob ein Pferd nun wirklich an Lahmheit leidet, kann in erster Linie im Trab festgestellt werden. Da das Pferd im Trab nur auf zwei Beinen steht, kann erkannt werden, inwieweit es in seiner Bewegung eingeschränkt ist. Aber auch im Schritt kann die Lahmheit bereits erkannt werden, wenn sie deutlich ausgeprägt ist. Im Galopp hingegen kann nun der Experte auf dem ersten Blick die Lahmheit feststellen.
Auf folgende Kriterien sollte bei der Überprüfung geachtet werden:
- Ist das Pferd in der Lage, auf allen vier Beinen gleich große Schritte zu machen?
- Knickt das Pferd vielleicht beim Auftreten mit einem Bein ein?
- Bewegt das Pferd ein Bein anders als die anderen? Wird ein Bein beispielsweise besonders hoch gezogen oder über den Boden geschliffen?
Idealerweise werden die Übungen zur Kontrolle auf hartem Boden, wie beispielsweise Asphalt, durchgeführt, um mit den Ohren zu überprüfen, ob das Pferd im Takt geht.
Lahmheit beim Pferd sollte nicht unterschätzt werden
Insbesondere bei der plötzlich auftretenden Lahmheit sollten Pferdehalter Vorsicht walten lassen. In diesen Fällen kann die häufig unterschätzte Borreliose bei Pferde ihre Finger im Spiel haben. Die Erkrankung kann durch Zecken übertragen werden, macht sich jedoch erst viele Monate nach dem Zeckenbiss bemerkbar.
In den übrigen Fällen ist eine Schmerzempfindung für die Lahmheit des Pferdes verantwortlich. Je nach Schweregrad und Intensität dieser Schmerzempfindung wird die Lahmheit in geringgradige, deutlich, starke oder gar hochgradige Stufen unterteilt. Ist die letzte Stufe erreicht, kann das Pferd nur noch mit Mühe und größter Anstrengung sich bewegen.
Als Schmerz empfindet das Pferd hierbei sowohl innere Reize als auch außen einwirkende Empfindungen. Diese Reize können beispielsweise von einer Verletzung, aber auch von Übermüdung, Entzündungen des Bewegungsapparates und Stoffwechselstörungen übertragen werden.

