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Problempferde



Viel zu schnell heißt es leider über manch ein Pferd, dass es ein Problempferd sei. Bei dieser Aussage wird versäumt, dem wahren Grund des Problems zu suchen. Gerade wenn Pferde in der Reitschule nicht mehr eingesetzt werden können oder aber ihren Besitzern zu große Probleme machen, kommt es immer wieder vor, dass auf sie ein trauriges Schicksal wartet.
Zum Glück ist es aber auch so, dass heute viele Menschen herausfinden möchten, warum gerade ihr Pferd ein schwieriger Fall ist. Dabei muss man sagen, dass Problempferde nicht einfach vom Himmel fallen. Kein Pferd wird als Problempferd geboren. Es ist falsche Haltung, falsches Reiten und falscher Umgang mit diesen Pferden, welcher sie zu Problempferden werden lässt.

Viele Pferdebesitzer suchen bei Problemen mit dem Pferd nach der Vorgeschichte des Tieres - und finden darin nicht selten die Lösung. Das Pferd wurde beispielsweise so geschlagen, dass es eine unsagbare Angst vor Menschen entwickelte. Oder aber es stand völlig alleine in einem Stall ohne Kontakt zu anderen Pferden. Eine völlig verkommene Weide verursachte eine Hufkrankheit. Es gibt noch Hunderte andere Gründe, warum Pferde zu Problempferden werden können.

Viele davon liegen auch in falschem Reiten. Gerade hierbei kann ein Pferdeosteopath gute Dienste leisten. Wenn ein Pferd zu jung eingeritten wurde, wenn es immer mit einem unpassenden Sattel geritten wurde, aber auch der ganz normale Reitschulalltag können beim Pferd in seinem Bewegungs- und Knochenapparat unsagbare Schmerzen verursachen. Dass das Pferd dann scheut, wenn auch nur der Sattel auf seinen Rücken gelegt wurde - geschweige denn, wenn ein Reiter auf seinen Rücken steigen möchte - ist dann in der ganzheitlichen Betrachtung logisch. Viele Reiter und Pferdebesitzer denken bei solchem Verhalten jedoch gar nicht an eine Blockade und Schmerzen beim Pferd - sondern haben Angst, dass es ein unkontrollierbares psychisches Problem gibt. Schon gibt es wieder ein Problempferd mehr.

Solchem Verhalten eines Pferdes sollte man auf den Grund gehen. Denn oft schon konnte die Pferdeosteopathie einem Problempferd, welches schon als hoffnungsloser Fall angesehen wurde, helfen. Man muss sich immer bewusst sein, dass wir die Pferde für uns nutzen. Das Reiten haben wir ihnen aufgezwungen, auch wenn dies seit Jahrtausenden der Fall ist. Wir können - und müssen - nun auch dafür sorgen, dass es sich dabei so wohl wie möglich fühlt.