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Sattteldruck beim Pferd
Satteldruck beim Pferd entsteht, da Sattel und Pferderücken nicht zusammenpassen. Oft liegt es nicht einmal am Sattel selbst, sondern an der Sattelunterlage. Dadurch entsteht eine schmerzhafte Druckstelle, die behandelt werden muss - andernfalls kann es zu schweren, bleibenden Schäden am Tier kommen.
Ein erstes Anzeichen dafür, dass der Sattel nicht passt, ist das Nassschwitzen der Sattellage. Nach dem Ritt sollte diese gleichmäßig nass geworden sein - zeigt sich stattdessen nur an einer bestimmten Stelle Schweiß und an anderen dafür gar nicht, sollte der Sattel auf seine Passgenauigkeit überprüft werden. Vor allem die Stellen, an denen sich der Schweiß auf dem Fell zeigt, sind die, an denen der Sattel möglicherweise drückt.
Einen gut passenden Sattel könnte das Pferd sogar ohne eine Unterlage tragen - diese dient dem Zweck, das Leder vor Schmutz und Schweiß zu schützen. Die Sattelunterlage selbst schützt nicht vor Satteldruck beim Pferd, oft ist sie sogar die Hauptursache dafür. Schmutzpartikel unter der Satteldecke sorgen dafür, dass an der entsprechenden Stelle ein unangenehmer Druck entsteht.
Bemerkbar macht sich Satteldruck zunächst dadurch, dass das Fell des Pferdes an einer Stelle der Sattellage deutlich aufgeraut und abgebrochen ist. Später fällt es aus und das Tier zeigt beim Reiten Verhaltensweisen, die auf Schmerz hindeuten - ein ansonsten rittiges Pferd würde beispielsweise keine Hilfen mehr annehmen. Im fortgeschrittenen Stadium ist eine Schwellung der Druckstelle zu erkennen; schlimmstenfalls entwickelt sich daraus eine offene Wunde, die eitern kann und zwingend tierärztlicher Behandlung bedarf.
Die Pferdeosteopathie kann helfen, dem Satteldruck beim Pferd vorzubeugen; sie kann aber auch eingreifen, wenn er bereits entstanden ist. Der erste Schritt besteht darin, den Sattel hinsichtlich seiner Passgenauigkeit zu überprüfen. Das kann bereits im Rahmen der Kaufberatung passieren, aber auch, wenn festgestellt wurde, dass er für den Pferderücken ungeeignet ist. Anschließend wird dem Pferdebesitzer geholfen, einen besseren Sattel für das Tier zu finden, der sich so an seinen Rücken anpasst, dass es keine schmerzhaften Druckstellen mehr geben kann. Zur Behandlung gehört aber auch eine Einweisung des Besitzers in die Thematik, sodass er in Zukunft selbst darauf achten kann, was seinem Pferd schadet: Dazu wird ihm gezeigt, wodurch Satteldruck entstehen kann, wie er ihn schnell erkennt und was er in solch einem Fall zunächst auf eigene Faust unternehmen kann.

