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Westernsattel


Wie bei jedem Sattel, sollte auch beim Kauf von einem Westernsattel auf ein gutes Preis–Leistungs-Verhältnis geachtet werden. Oft sind billigere Sättel schlecht verarbeitet und eignen sich nicht für wirklich anspruchsvolles Reiten. Auch die Anpassung an das eigene Pferd gestaltet sich oft schwierig. Für den Einstieg ins Westernreiten, oder für Umsteiger ist es empfehlenswert, am Anfang einen guten gebrauchten Qualitätssattel zu kaufen. Hier gibt es viele Börsen oder Anbieter, wo gute Beratung im Vordergrund steht.

Ein Westernsattel ist stabiler verarbeitet als ein Sattel für die englische Reitweise. Ein guter Westernsattel zeichnet sich dadurch aus, das seine Bestandteile, wie Bügel, Rückenlehne, Gurte, oder die Sitzfläche so beschaffen sind, dass diese so lange halten wie man sie braucht – im Bestfall ein Leben lang.

Viele Freizeitreiter des englischen Reitstils bevorzugen einen Westernsattel. Der Fuß des Reiters findet in den breiteren Bügeln besseren Halt und diese liegen durch das größere Gewicht auch ruhiger am Pferdebauch. Das traditionelle Horn im vorderen Bereich des Sattels bietet wiederum eine Begrenzung für den Reiter und kann im Notfall auch als Haltegriff verwendet werden. Die ursprüngliche Aufgabe des Horns, nämlich die Befestigung des Lassos beim Rindereinfangen, kann bei vielen der heutigen angebotenen Sättel nicht mehr genutzt werden. Dazu fehlt die Stabilität. Dafür gibt es wieder spezielle Sättel, die für diese Art der Arbeit ausgelegt sind.

Durch seinen Aufbau ist der Westersattel bequemer als ein Sattel der englischen Reitweise. Der Grund dafür ist die Angepasstheit an die Arbeit der Cowboys. Diese mussten oft bis zu 18 Stunden am Tag im Sattel verbringen und brauchten dafür einen bequemen und robusten Sattel.

Auch für die Pferde ist ein Westersattel angenehmer zu tragen. Da ein guter Westernsattel meistens über 11 kg wiegt ist es sehr gut, dass dieses durchaus hohe Gewicht das Sattels durch die größere Auflagefläche besser auf dem Pferderücken verteilt wird. Viele Sättel haben bewegliche Bars, sodass eine individuelle Anpassung an verschiedene Pferderücken gegeben ist.

Durch die unterschiedlichen Reitarten beim Western, gibt es auch unterschiedliche Arten von Westernsättel. Einige sollen hier genannt sein:

Es gibt den Reiningsattel, den Cuttingsattel, den Ropingsattel, den Barrel Racer, und den Old Timer.
Der Reiningsattel eignet sich besonders für die Ausbildung junger Pferde und ist so konzipiert, dass eine sehr feine Hilfegebung über das Gewicht und die Schenkel möglich ist.

Der Cuttingsattel ist direkt für das Cutting entworfen worden. Da hier der Reiter keine Hilfen geben darf, hat er einen sehr flachen Sitz und ein hohes Horn, an dem sich der Reiter festhalten kann.

Als einziger Westernsattel ist der Ropingsattel für die Arbeit mit dem Lasso geeignet. Das Horn ist so befestigt, dass es einen festen Zug standhält.

Der Barrel Racer ist ein kurzer, sehr leichter Sattel. Dadurch ist er für Disziplinen die sehr schnell und mit engen Wendungen geritten werden geeignet.

Für lange Ausritte oder Wanderritte ist der Old Timer Sattel durch die starke Anlehnung an die historischen Vorbilder bestens geeignet.