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Beschälseuche


Die Beschälseuche, eine Geschlechtskrankheit des Pferdes, zählt unter anderem zu einer der anzeigepflichtigen Tierseuchen, welche vom zuständigen Amtstierarzt überprüft werden muss. Übertragen wird die Beschälseuche ausschließlich durch den Deckakt oder die Besamung einer Stute.
Die Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) kann zwischen 2 bis zu 26 Wochen liegen und erhöht durch das späte Erkennen die weitere Ansteckung zu anderen Tieren (besonders bei den Zuchthengsten, welche in gewissen Perioden mehrere Stuten in kurzen Abständen decken).

Erkennen kann man die Beschälseuche an unter anderem folgenden Symptomen:
Schleimeitriger Scheidenausfluss bei den Stuten, Krötenflecken (weiße Flecken) entwickeln sich rund um Scham und Euter, der Körper des Tieres wird mit Quaddeln bedeckt, welche zwar abheilen, sich aber immer wieder neu bilden. Die Geschlechtsorgane (bei Hengst und Stute) entzünden sich, es kann zu Fieber kommen (besonders in der ersten Phase der Krankheit), Mattigkeit bis hin zu einer Nervenlähmung, wenn die Krankheit längere Zeit unbemerkt und somit unbehandelt bleibt. Oft endet die Beschälseuche auch mit einer Abmagerung der Tiere trotz guter Futteraufnahme. Hinzu kann es zu einer kompletten Lähmung der Hinterhand kommen. Ebenfalls bekannt ist die Tatsache, dass es durch die Nervenlähmung auch zu weiteren Ausfällen wie z.B. Lähmung des Lides, Kehlkopfpfeifen, Schielen, Pupillenerweiterung bzw. Über- oder Unterempflindlichkeit kommen kann.

Eine Beschälseuche gilt derzeit als nicht heilbar. Die betroffenen Tiere können zwar weitestgehend gegen die Symptome behandelt werden, da aber kein Ausschluss einer weiteren Ansteckung gegeben werden kann, werden diese Tiere von der Zucht ausgeschlossen und mit den Kürzeln "B.K." an der linken Halsseite gezeichnet. Nicht selten kommt es vor, dass die entsprechenden Tiere kastriert oder sterilisiert bzw. sogar getötet werden.

In Deutschland ist die Beschälseuche weitestgehend unbekannt. Fälle dieser Art sind in den letzten Jahren z.B. an den mediterranen Küste Nordafrikas, in Südafrika, dem Mittleren Osten und in Südamerika aufgetreten, jedoch aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen nicht bis nach Deutschland vorgetreten.