Sie sind hier: Startseite > Pferdekrankheiten > Bronchitis
Bronchitis
Bronchitis bei Pferden
[bronche (griech.) = Kehle]
Unter Bronchitis versteht man eine Entzündung der Bronchien, wobei zwischen akuter, chronischer und chronisch-obstruktiver Bronchitis zu unterscheiden ist.
Verbreitung:
Bronchitis ist eine der am weitesten verbreiteten Pferdekrankheiten, was wohl als Folge der Domestizierung - und insbesondere der Stallhaltung - anzusehen ist. Untersuchungen (noch vor dem Auftreten irgendwelcher Symptome) haben ergeben, dass in Europa mehr als 75% der Pferde für Bronchitis disponiert sind.
Symptome:
Die typischen ersten Symptome einer Bronchitis sind Husten und Nasenausfluss, zu denen auch Fieber hinzutreten kann. Das Atemvolumen nimmt ab, das Pferd ermüdet schnell. Mit Fortschreiten der Erkrankung macht sich stets auch ein Leistungsabfall bemerkbar. Bleiben die Anfangssymptome unbehandelt, besteht die Gefahr, dass die Erkrankung zu einer chronischen wird.
Das letzte Stadium einer Bronchitis wird als obstruktiv-chronisch bezeichnet [obstruere (lat.) = versperren, hemmen]. In dieser Phase sind die Bronchien durch Schleimablagerungen derart verengt, dass die Atmung hochgradig eingeschränkt ist. Eine Heilung ist dann nicht mehr möglich, die Schäden sind irreparabel.
Auslöser und Ursachen:
Als Auslöser einer akuten Bronchitis kommen hauptsächlich eine bakterielle Infektion, eine allergische Reaktion oder (wie in den meisten Fällen) ein kombinatorisches Zusammenwirken beider in Betracht. Und für beide liegen die Ursachen fast immer in einer nicht pferdegerechten Haltung. Zu enge Stallboxen, schlecht gelüftete, miefige Ställe, Zugluft, Feuchtigkeit, zu wenig Auslauf - all das bereitet geradezu den Nährboden für eine infektiöse Bronchitis oder allergische Reaktionen.
Vorsorge und Behandlung:
Einer Bronchitis des Pferdes entgegenzuwirken, bedeutet nichts anderes, als die eben erwähnten Ursachen (und weitere, die sich jeweils aus der konkreten Haltungssituation ergeben) tunlichst zu verhindern. Dies mag auf den ersten Blick einfach klingen, doch in der Praxis fällt es auch dem informierten Pferdehalter nicht immer leicht, sich für die richtigen Maßnahmen oder das passende Mittel aus dem Haustierbedarf zu entscheiden. Um nur ein Beispiel zu nennen: Zur Frage der "Matratzeneinstreu" gab es immer schon zwei einander widersprechende Antworten.
Ansonsten kann nur dringend geraten werden, sofort bei den ersten Anzeichen einer Bronchitis den Tierarzt hinzu zu ziehen. Nur er kann die adäquate Therapie verordnen. Dabei steht ihm eine Reihe von Möglichkeiten offen - von Antibiotikagaben bis hin zu Naturheilmethoden oder Akupunkturtherapien.

