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Faszienverklebung
Faszienverklebungen führen häufig zu Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und Entzündungsprozessen im Körper. Faszien sind eine bindegewebsartige, milchig-weiße Haut, die sich durch den gesamten Körper zieht. Sie wirken formgebend und strukturbildend und gehen nahtlos ineinander über. Faszien umschließen jeden einzelnen Muskel, jedes Organ, die Knochen und sogar die einzelnen Nerven. Als trennende Haut zwischen dem Fruchtfleisch einer Orange oder als feine weiße Haut auf einem rohen Stück Fleisch werden sie viele schon mal gesehen haben. Sich überlagernde Muskelpartien werden jeweils durch die Faszien voneinander getrennt. Die Faszien reduzieren den Reibungswiderstand und sorgen für ein mühloses Übereinandergleiten der einzelnen Muskeln. Eine weitere Aufgabe der Faszien ist die Weiterleitung der Kräfte, die durch die Muskelbewegungen entstehen.
Währenddessen zirkuliert zwischen den Faszien die Flüssigkeit der Lymphe. Durch Muskelbewegungen wird die Lymphe kontinuierlich zwischen den Faszien bewegt und versorgt so die angrenzenden Bereiche des Körpers mit lebensnotwendigen Nährstoffen. Auf diesem Weg werden auch die vielen Abbauprodukte durch den Körper transportiert.
Faszienverklebungen können auf verschiedene Arten entstehen. Eine ganzheitliche Analyse mit fachkundig geschulter Hilfe kann dazu beitragen, die möglichen Ursachen schnell und umfassend aufzuspüren. Erhöht sich der allgemeine Muskeltonus kann es bereits zu einer Störung des Lymphflusses und einer Verklebung der Faszien kommen. Dabei genügt schon eine Steigerung der psychischen Anspannung oder eine Erhöhung des Alltagsstress. Aber auch eine falsche Fütterung oder eine schlechte Haltung mit zuwenig Bewegung können zu Faszienverklebungen führen. Nach Operationen, durch Schonhaltungen und ein daraus bedingten Bewegungsmangel können die Faszien ebenfalls verkleben. Dabei nimmt der Anteil der Elastinfasern in den Faszien ab. Sie werden nach und nach durch zähes Kollagen ersetzt, was zu einer zunehmenden Verhärtung der Strukturen führt. In diesem Stadium verursachen Bewegungen ein deutliches Unwohlsein beim Pferd. Es kann zu schmerzhaften Verspannungen und Blockaden kommen. Ein Teufelskreis aus Schmerzen und mangelnder Bewegung entsteht, der möglichst rasch durchbrochen werden sollte. Zusätzlich können sich an den Verklebungen der Faszien die Abbauprodukte des Körpers aufstauen. Dies hat meist eine Übersäuerung zur Folge, die Entzündungsprozesse hervorrufen kann. Durch gezielte manuelle Techniken können die Faszienverklebungen wieder vorsichtig mobilisiert werden. Die allgemeine Beweglichkeit wird dadurch positiv beeinflusst und die Lymphe kann auf natürliche Art und Weise abfließen.