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Fesselträgerentzündung
Der Fesselträger ist eine der vier großen Sehnen des Pferdebeins, er ist seitlich als fingerdicker Strang sichtbar. Der Fesselträger hält das Fesselgelenk an seinem Platz, er spannt sich bei jedem Schritt wie eine Feder und fängt das Körpergewicht ab. Der Fesselträger verhindert so ein übermäßiges Durchtreten des Fessel-, Kron- und Hufgelenkes.
Durch Überanstrengung, falsche Belastung, Schläge oder Tritte wird der Fesselträger belastet. Sind die schützenden Muskeln schwach, müde oder nicht genügend aufgewärmt können Enzündungen entstehen.
Um einer Schädigung des Fesselträgers vorzubeugen, ist vor allem das richtige Aufwärmen der Muskulatur vor dem Training wichtig. Auch Haltung und Fütterung beugen Verletzungen des Bewegungsapparates vor. Der Auslauf auf der Weide oder im Paddock baut Muskulatur auf, die richtige Fütterung sichert eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen und verhinder Übergewicht, das die Gelenke zusätzlich belastet. Ein guter Hufschmied sorgt für eine ausgeglichene Belastung der Gelenke.
Traumatische Belastungen wie Verrenkungen, Zerrungen oder Schläge können ebenfalls zu einer Fesselträgerentzündung führen. Wichtig ist hier die rechtzeitige Erkennung der Entzündung, um einen möglichst schnellen Behandlungserfolg zu erzielen.
Eine Fesselträgerentzündung zeigt sich nicht immer sofort, oft zeigen sich erst Stunden später Symptome wie Anschwellen des Beines und Lahmheit. Bei chronischen Entzündungen sind die Symptome anfangs oft so schwach, dass die Entzündung nicht erkannt wird und sich durch andauernde Belastung verschlimmern kann.
Die Untersuchung durch die Pferdeosteopathin kann hier Klarheit schaffen. Durch Abtasten der Sehnen werden Schwellungen, Erwärmungen und schmerzempfindliche Stellen erkannt und können behandelt werden. Auch eine Ganganalyse hilft bei der Erkennung einer Fesselträgerentzündung, Ultraschall und Röntgenbilder können die Diagnose unterstützen.
Um die Entzündung abheilen zu lassen, ist die Entlastung des Gelenkes erforderlich. Das Training sollte danach nur langsam gesteigert werden. Die Pferdeosteopathin kann einen individuellen Trainingsplan erstellen, um das Pferd langsam wieder an die Belastung zu gewöhnen und in angemessenem Tempo wieder auf einen möglichst guten Trainingszustand zu bringen. Nach einer Einweisung kann der Pferdebesitzer mit seinem Tier selbst Übungen durchführen, die die Heilung unterstützen. Kontrolluntersuchungen und falls erforderlich weitere Behandlungen und eine Anpassung des Trainingsplanes beugen erneuten Fesselträgerentzündungen vor.