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Fraktur


Als Fraktur wird der Bruch eines Knochens bezeichnet. Davon betroffen sind natürlich vor allem die Extremitäten, also die Beine des Pferdes. Knochenbrüche sind bei dem Lauf- und Fluchttier Pferd immer eine große Gefahr. Dies liegt nicht nur im Bewegungsbedarf des Pferdes, sondern auch in seinem großen Gewicht, mit dem der Knochen in der Regel belastet wird.

Im Allgemeinen unterscheidet man Frakturen nach folgenden Merkmalen:

- Offener oder geschlossener Bruch: Beim offenen Bruch sind Knochenfragmente durch eine offene Wunde zu sehen. Hier ist die Gefahr einer Entzündung besonders groß.

- Nach der betroffenen Stelle, insbesondere nach der Fraktur von Knochen oder Gelenk.

- Nach der Art des Bruches, also beispielsweise nach einem glatten Bruch oder einem Trümmerbruch.

Diese Aufzählung ist sicherlich nicht ganz vollständig und in der Medizin werden noch weitere Unterscheidungsmerkmale definiert. Für einen Überblick sollten diese Punkte jedoch erst einmal genügen.

Ist eine Fraktur ein Todesurteil für ein Pferd?

Viele Pferdebesitzer denken bei einer Fraktur häufig sofort an das Schlimmste. Ganz unberechtigt ist dieser Gedanke nicht, denn manche Brüche haben tatsächlich sehr schlechte Heilungschancen. Allerdings ist man heute auch schon in vielen Punkten wesentlich weiter als früher, sodass Frakturen durchaus Heilungschancen haben. Es hängt aber sicherlich von der Schwere der Verletzung ab, wie diese Chancen stehen. Bei einem Griffelbeinbruch beispielsweise bestehen äußerst gute Heilungschancen, da es sich hierbei nicht um einen tragenden Knochen handelt.

Heilungschancen und Behandlungsmöglichkeiten

Eine Fraktur benötigt ansonsten in aller Regel viel Zeit, um zu heilen. Kann das Pferd daran gehindert werden, sich übermäßig zu bewegen und das Bein zu stark zu belasten, so bestehen gute Aussichten. Wichtig ist oftmals auch, dass das Pferd sich nicht hinlegt, denn beim Aufstehen kann sich der gebrochene Knochen verschieben. Damit Risiken ausgeschlossen oder verringert werden können, bestehen je nach Art der Fraktur zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

- Boxenruhe
- Eingipsen
- Sedierung
- "Aufhängen" des Pferdes in ein Netz oder eine Schlinge, um die Belastung vom Bein zu nehmen und das Tier am Hinlegen zu hindern.

Möglichkeiten der Pferdeosteopathie bei einer Fraktur

Die direkte Behandlung einer Fraktur kann durch die Pferde-Osteopathie nicht geleistet werden. Eine Behandlung ist aber durch die oft monatelange Fehlbelastung oft notwendig. Das Pferd gewöhnt sich in dieser Zeit eine Schonhaltung an und belastet den Körper ungleichmäßig. Besonders das gesunde Bein wird stark be- oder überlastet. Daher ist es überaus wichtig, bei dem betroffenen Pferd Blockaden zu lösen und Muskeln zu lockern, da ansonsten durch die Fehlhaltung weitere Erkrankungen auftreten können.