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Grauer Star


Beim Grauen Star (Kararakt) schaut das Pferd wie durch ein beschlagenes Fenster. Was kann man hier tun und wie erkennt man den grauen Star? Die Linsen beider Augen oder auch nur von einem Auge werden trüb. Je nach Ausmaß und Lage der Trübung wird in folgende Arten unterschieden: der Totalstar, der Kernstar oder der Rindenstar. Leidet das Tier am Totalstar, dann kann es nur noch zwischen hell und dunkel unterscheiden. Es erkennt keine Gegenstände mehr. Die Folge wird sein, dass das Pferd immer öfter erschrickt, weil es dem Menschen oder Gegenstände nur noch schemenhaft erkennen kann. Beim Kernstar ist der Linsenkern getrübt. Auch hier verschlechtert sich die Sehkraft des Pferdes deutlich. Beim Rindenstar sind nur die Ränder getrübt. Diese Trübungen beeinträchtigen das Sehen aber nicht.

Wie wird der Graue Star festgestellt?
Der Tierarzt wird bei dieser Untersuchung einen kräftigen und gebündelten Lichtstrahl direkt ins Pferdeauge werfen. Zwinkert das Pferd dabei, dann sind Pupille, Sehnerv und Netzhaut intakt. Das Pferd kann sehen. Hat das Pferd eine Linsentrübung, dann leuchtet die Linse grauweiß auf, wenn der Lichtstrahl einfällt. Damit eventuell noch weitere Erkrankungen des Auges festgestellt werden können, wird der Tierarzt ein Ultraschallbild vom Auge machen. Anschließend werden mit einem Elektroretinogram (ERG) die elektrischen Ströme auf der Netzhaut gemessen.

Ursachen für den Grauen Star
Das Pferd bekommt oftmals trübe Linsen, wenn es immer wieder unter Augenentzündungen leidet oder wenn es sich mit Leptospiren infiziert hat. Bakterien dringen ins das Auge ein und zerstören die Aderhaut, die Iris und den Glaskörper.
Natürlich kann auch ein Fohlen mit einer Linsentrübung geboren werden. Hierbei handelt es sich um einen Gendefekt. Möglicherweise hat sich das Muttertier während der Trächtigkeit infiziert oder das Fohlen hat sich bei der Geburt verletzt.

Behandlung vom Grauen Star

Es gibt kein Medikament, mit dem man den grauen Star behandeln kann. Manche Tierärzte träufeln ein pupillenerweiterndes Medikament in das Auge oder aber das Tier muss operiert werden.