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Insektenstich
Insektenstiche bei Pferden
Auch wenn sich Pferdebesitzer verantwortungsvoll um Ihre Tiere kümmern, ihnen auf der Weide einen geschützten Platz zur Verfügung stellen und mit altbewährten Hausmitteln oder Repellents, selbst mit Fliegenschutzdecken vorsorgen, lassen sich leider nicht jeder Insektenstich bei Pferden während der Sommermonate vermeiden.
Neben Stichen von Bienen, Wespen oder Hornissen stellen auch die der Kriebelmücken, Gnitzen und Bremsen ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Pferde dar.
Mögliche Folgen sind allergische Reaktionen, Quaddelbildung, Pusteln, Blutergüsse, Hautirritationen und Koliksymptome.
Allergische Reaktionen auf einen Insektenstich, die ein Versagen des Herz-Kreislaufsystems nach sich ziehen, können bei einer größeren Anzahl von Wespen- oder Hornissenstichen auftreten.
Besonders gefährliche Krankheiten wie Milzbrand, Borreliose oder infektiöse Anämie werden durch Bremsen übertragen.
Stechmücken sorgen mit ihren Stichen nicht nur für Juckreiz. So sind sie als Überträger von Viren wie beispielsweise des West-Nil-Virus aber auch der infektiösen Anämie bekannt.
Kriebelmücken gehören zu den gefährlichsten Stechmücken. Trotz ihrer geringen Größe können ihre Stiche, da diese Mücken immer in großen Schwärmen auftauchen, einen toxischen Schock bewirken, der zum Koma oder sogar zum Tod führen kann. Zusätzlich gelten Kriebelmücken als Verursacher des Sommerekzems.
Neben den Kriebelmücken lösen auch die Stiche der Gnitzen, umgangssprachlich als Dämmerungsmücken bezeichnet, das Sommerekzem aus. Beide Mückenarten injizieren mit ihrem Stich einen Eiweißstoff, auf den ein anfälliges Pferd mit dem Ausbrechen einer Allergie reagiert.
Die Symptomatik des Sommerekzems lässt viele Pferdebesitzer verzweifeln. Diese endogene Eiweißallergie, zunächst verursacht durch die Stiche der oben genannten Insekten, wird durch falsche Ernährung wie auch durch die heutigen Umwelteinflüsse begünstigt. Mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen und Pusteln quälen das Pferd durch einen starken Juckreiz, so dass das Tier sich unablässig scheuert. Dies wiederum hat blutende und eiternde Wunden, oft Infektionen zur Folge. War das Sommerekzem anfangs in erster Linie bei Islandpferden zu beobachten, nimmt diese Erkrankung zwischenzeitlich auch bei anderen Pferderassen zu.
Nach dem ganzheitlichen Behandlungskonzept von Taylor Still wird davon ausgegangen, dass sich der Körper grundsätzlich selbst heilt. Werden Funktionsstörungen und Blockaden innerhalb des Körpers gelöst, können seine Selbstheilungskräfte aktiviert werden.
Daher ist wie bei den meisten Erkrankungen auch bei den Folgen vom Insektenstich eine Osteopathiebehandlung sinnvoll. Werden die Selbstheilungskräfte des Pferdes aktiviert, das Immunsystem gestärkt, können so Beschwerden beim Pferd gelindert und sein Wohlbefinden gesteigert werden.