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Mondblindheit
Die Mondblindheit ist eine Augenerkrankung des Pferdes, welche vor allem die Uvetis, also die Aderhaut des Pferdeauges befällt, weswegen die Krankheit auch "Equine rezidivierende Uveitis" oder kurz ERU genannt wird. Ebenso von der Krankheit betroffen ist die Iris und die Linse des Auges. Es handelt sich hierbei um eine nicht-eitrige Entzündung des Auges, welche bis hin zur Erblindung des betroffenen Pferdes führen kann.
Die Krankheit kann als typische Pferdekrankheit angesehen werden, da sie fast ausschließlich bei diesen in Erscheinung tritt. Die Erkrankung ist eine so genannte periodische Erkrankung, da sie in regelmäßigen Abständen zurückkehren kann.
Vermutlich ist der Auslöser der Entzündung eine bakterielle Infektion, die der Mondblindheit (lateinisch morbus lunaticus) vorausgegangen sein kann. Die so genannte Leptospirose - Krankheit wird als Auslöser stark in Betracht gezogen. Hierbei handelt es sich um eine von unter anderem starkem Fieber, Blutarmut und Apathie begleitete, meldepflichtige Krankheit, die vor allem durch Nagetiere wie Mäuse und Ratten übertragen werden kann. Diese sondern ihren Kot in das Futter des Pferdes ab, wodurch dieser vom Pferd aufgenommen wird und sich dieses infiziert. Ebenfalls besteht für Pferde, die in eher moorreichen Gebieten gehalten werden, eine erhöhte Ansteckungsgefahr.
Eine allergische Reaktion in Folge der Krankheit (Leptospirose) kommt ebenfalls als Verursacher der Mondblindheit in Frage, bei welcher die eigenen Abwehrstoffe des Pferdes eine Verbindung mit den Leptospira - Bakterien eingehen und somit eine solche Reaktion bewirken.
Die Symptome der Mondblindheit äußern sich durch vermehrte Tränenabsonderung der Augen sowie durch gerötete Augen des Pferdes. Außerdem weist ein betroffenes Tier verengte Pupillen auf, sowie geschwollene Augenlieder und ein übermäßig warmes Auge, dessen Hornhaut zudem getrübt sein kann.
Des Weiteren ist ein Befall nur eines oder auch beider Augen möglich, wobei die Krankheit ebenso von nur einem entzündeten Auge auf das andere übergreifen kann. Die eventuell folgende Erblindung des Tieres kann sich über einen äußerst langen Zeitraum von mehreren Jahre erstrecken oder auch gar nicht erfolgen. Das hängt von der Häufigkeit ab, wie oft die Krankheit zurückkehrt und wie rasch man die Symptome der Krankheit erkennt und diese behandeln lässt. Möglichkeiten hierzu sind steroidhaltige Augentropfen, eine Operation oder die vielfältigen Möglichkeiten der Osteopathie.