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Pferdetherapeutin


Die Pferdetherapeutin kann ergänzend zur Schulmedizin Erkrankungen beim Pferd lindern und heilen. Zeigt das Pferd Symptome für Unwohlsein oder Schmerz, starken Leistungsabfall oder ist es im Bewegungsablauf gestört, hilft sie wirksam. Eine Pferdetherapeutin verfügt über umfangreiches Wissen und Können. Die mehrjährige Ausbildung umfasst Akupunktur, Osteopathie, Physiotherapie, Stresspunkttherapie, Triggerpunkttherapie und viele Massagetechniken. Als Fundament ihrer Tätigkeit bietet sie langjährige Erfahrung im Umgang mit Pferden.

Eine Pferdetherapeutin legt im wahrsten Sinne des Wortes Hand an, um dem Pferd Gutes zu tun. Deutlich überempfindliche oder zitternde Körperpartien, Schmerzreaktionen bei Sattlung oder Beritt, übermäßiges Kopfschütteln, Nicken sowie neurologische Fehlfunktionen der Pferde machen therapeutische Behandlungen notwendig. Auch bei Bewegungsauffälligkeiten nach Unfällen, traumatischen Ereignissen oder bei Lahmheit ist Pferdetherapie empfehlenswert.

Am Anfang jeder Behandlung steht die Analyse der gesundheitlichen Ausgangssituation. Die Pferdetherapeutin begutachtet das Pferd gründlich. Sie führt eine Untersuchung der angegebenen Symptome durch und verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz. Alle Untersuchungsergebnisse der Veterinärmedizin sowie bestehende Erfahrungen mit dem Pferd von Besitzer, Schmied und Pferdepfleger fasst die Pferdetherapeutin zusammen. So macht sie sich ein umfassendes Bild von der Ausgangssituation.

Aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung entwickelt die Pferdetherapeutin einen individuell passenden Therapieplan für das Pferd. Durch gezielte Berührungen und manuelle Techniken kann eine Pferdetherapeutin Muskelpartien des Pferdes entkrampfen und entspannen. Sie lokalisiert Schmerzzentren und aktiviert durch Berührungsmethoden Selbstheilungskräfte. Oft tragen Angst und Unsicherheit bei Pferden zu Bewegungsstörungen bei. Berührungsabläufe der Pferdetherapeutin entspannen das Pferd. Es gewinnt durch die intensive Therapie Vertrauen und Selbstsicherheit. Die Pferdetherapeutin stärkt Beweglichkeit, Belastbarkeit und Psyche ihrer vierbeinigen Patienten.

Pferdetherapien setzen sich orientiert an den Bedürfnissen des Pferdes aus mehreren Behandlungsstrategien zusammen. So wendet die Pferdetherapeutin neben der manuellen Berührungsmethode auch Massagetechniken an. Weiterhin Akupressur oder Lymphdrainage, aktive und passive Dehnungen des Bewegungsapparates. Nach vorhandenem Bedarf entscheidet die Pferdetherapeutin, ob weiterführende Bewegungstherapien den Heilungsprozess fördern könnten. Sie arbeitet gegebenenfalls auch mit dem Pferd an der Longe oder führt einen therapeutischen Beritt oder Reitunterricht durch.

Eine Pferdetherapeutin beachtet alle Aspekte rund um das Pferd, auch Haltungsbedingungen, Tagesablauf, Ausrüstungen und Futtergabe. Sie verfolgt das Ziel, alle möglichen Ursachen für die gesundheitlichen Störungen und Bewegungseinschränkungen zu finden und zu beseitigen. Die Pferdetherapeutin bekämpft nicht nur vordergründig die gezeigten Symptome im Bewegungsapparat des Pferdes. Ihr Ziel ist es, das ein Pferd nach ihrer Therapie nicht nur gesund wird, sondern auch gesund bleibt. So unterstützt eine Pferdetherapeutin die Pferdehalter, das Umfeld ihrer Pferde so geeignet zu gestalten, das eine erneute Erkrankung möglichst vermieden werden kann.