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Rückenprobleme beim Pferd
Der Mensch sucht bei Rückenschmerzen den Arzt auf und lässt sich Ruhe verordnen - ein Pferd hingegen kann das nicht. Meist dreht es weiter seine Runden und bleibt erst dann stehen, wenn die Schmerzen schon unerträglich sind. Das geübte Auge erkennt allerdings, wenn ein Pferd Rückenschmerzen hat. Nur dann kann eine Diagnose der Ursachen erfolgen und dauerhafte Schäden können vermieden werden.
Die Symptome für Rückenprobleme beim Pferd sind vielfältig und machen sich fast alle dann bemerkbar, wenn geritten wird. Wenn sich das Tier in den Ecken nicht biegt, sich beim Aussitzen des Trabs steif anfühlt und der Schweif nicht locker gehalten wird, sind das meist deutliche Anzeichen. Oft treten Pferde auch nicht mehr unter ihren Schwerpunkt und drücken den Rücken weg, indem sie ein Hohlkreuz machen. Beim Satteln machen sich Rückenprobleme dadurch bemerkbar, dass das Pferd nervös oder aggressiv wird - ähnliche Verhaltensweisen zeigt es auch beim Aufsitzen.
Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig - die Pferdeosteopathie wendet daher verschiedene Methoden an, um den Grund zu ermitteln. Durch vorsichtiges Abtasten der Wirbelsäule und des Beckens lässt sich erkennen, ob eine Schiefstellung der Knochen vorliegt. Manchmal haben auch die Beine mit den Beschwerden zu tun; daher werden auch sie bei der Untersuchung abgetastet. In diesem Fall kann der Tierarzt durch Röntgenuntersuchungen weiterhelfen.
Wichtige Hinweise bei der Behandlung von Rückenschmerzen gibt auch die natürliche Bewegung des Pferdes. Zur Begutachtung des Bewegungsablaufs wird das Pferd am Zügel vorgeführt, beobachtet wird es aber auch bei der freien Bewegung auf der Weide. Spätestens dann zeigt sich oft, welche Übungen ihm am meisten Schmerzen bereiten - das hilft bei der Lokalisierung der Ursache.
Oft liegen die Rückenschmerzen aber auch an einem Sattel, der nicht passt. Die Untersuchung schließt daher auch die Analyse der Passgenauigkeit der Ausrüstung mit ein. Oft ist es bei einem Sattel von der Stange der Fall, dass er sich nicht genau an den Pferderücken anpasst, sodass schmerzhafte Druckstellen entstehen - dagegen helfen dauerhaft auch Pads als Unterlage nicht.
Um die Rückenprobleme beim Pferd auch weiterhin zu vermeiden, wird bei der Untersuchung auf den Sitz des Reiters geachtet. Wer oft alleine ohne Aufsicht reitet, gerät in eine ungünstige Sitzposition, die vielleicht bequem, aber ungesund für das Pferd ist - durch eine Kontrolle kann das vermieden werden.

