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Satteldruck behandeln

Bereits an den aufgerauten Haaren nach dem Absatteln kann beginnender Satteldruck festegestellt werden. Aber auch Stellen, an welchen das Fell besonders stumpf wirkt oder gar abgebrochen ist, bilden sichere Symptome für einen ungeeigneten Satteln. Pferdehalter können den Satteldruck jedoch auch erkennen, wenn die Sattellage nicht gleichmäßig nass geschwitzt, sondern vielmehr trockene Stellen zu beobachten sind, an denen der Sattel die Schweißproduktion verhindert.

Wenn diese Symptome festgestellt werden, der Sattel jedoch weiterhin benutzt wird, können die betroffenen Stellen anschwellen und den Haarausfall begünstigen. Ab diesen Zeitpunkt können gleichzeitig offene, sehr schmerzhafte Hautschädigungen auftreten, die sich leicht entzünden. Das Zeugnis für einen überstandenen Satteldruck sind hierbei weiße Haare, die aufgrund der zerstörten Haut und der gestörten Pigmentierung keine Farbe mehr aufweisen.

Oftmals wird vermutet, dass ein Satteldruck durch Satteldecken, Schabracken oder Pads vermieden werden könnten. Ein passender, hochwertiger Sattel kann jedoch auch ohne zusätzliche Decke eingesetzt werden. Schließlich dient die Decke nur dem Schutz des Sattelmaterials, da dieses sonst dem Schweiß und Talg des Tieres ausgesetzt wäre. Aber auch der Einsatz von so genannten druckresorbierenden Gelpads kann nur einen mangelhaften Ausgleich des Drucks gewährleisten.

Wie wird der Satteldruck aber richtig behandelt?

In erster Linie gilt zu berücksichtigen, dass der ein Pferd, bei dem der Satteldruck bereits erste Symptome hervorgerufen hat, erst wieder geritten werden sollten, wenn die Druckstellen vollständig abgeheilt sind. Innerhalb dieser Ruhespanne können die Stellen mit Arnika, welches innerlich angewendet wird, behandelt werden. Darüber hinaus helfen Calendula- und Hypericumsalben bei der Verheilung.

Dennoch sollte nicht vernachlässigt werden, dass die Behandlung des Satteldrucks nicht von heute auf morgen passiert, sondern viel Zeit braucht. Insbesondere beim offenen Satteldruck darf das Pferd vor der vollständigen Verheilung der Wunde nicht geritten werden. Bei der Verheilung können kühlende Acetetanstriche eingesetzt werden, später hingegen feuchte Salben und Wärme, um die Durchblutung der betroffenen Stellen anzuregen. Jedoch sollten Salben, die zur stark anregenden Durchblutung führen, nur mit Vorsicht und in geringen Mengen aufgetragen werden.
Bei schwer wiegenden Folgen und Symptomen, die von Laien nicht behandelt werden können, helfen nur noch das Fachwissen und die erprobten Mittel der Pferdeosteopathie.